signatur 22 | Projektphasen

Phase I

Schüler:innen der CRS Bad Arolsen sowie Klient:innen des Bathildesheim schließen sich zu einer individuellen Projektpartnerschaft zusammen. Die Klient:innen des Bathildisheim erstellen aus Ton jeweils eine nach ihren Vorstellungen gestaltete Skulptur, die als Modell für alle weiteren Gestaltungsschritte dient. Diese entstandenen Skulpturen werden von den Schüler:innen in größerem Maßstab reproduziert. So entstehen 8 Kunstwerke, die vielschichtige Rezeptionsprozesse einleiten. 


Phase II


In Aufrufen über lokale Medien, Vereine und Kirchengemeinden werden nun Personen (Kunstpaten) gesucht, die bereit sind, ein Kunstwerk in ihrem privaten Wohnraum für die Dauer von 2 Wochen zu installieren. Die Kunstobjekte werden im Kontext der Privaträume fotografisch dokumentiert. 


Phase III

Diese Fotografien werden öffentlich in Geschäften, Arztpraxen, Restaurants, Kirchen, Schulen und kommunalen Einrichtungen für einen Zeitraum von 2 Wochen ausgestellt.

Diese deutlich wahrnehmbaren Interventionen im sogenannten öffentlichen Raum intendieren einen ins alltägliche Leben eingebetteten Prozess von Irritation, Nachfrage und Gespräch.
 

Die Art dieses Zeigens wurde ortsspezifisch angepasst, entweder als Poster in Werbeaufstellern oder in Portraitrahmen, die so einen intimeren Zusammenhang schaffen konnten. 


Phase III wurde begleitet durch eine Ausstellung im Christian Daniel Rauch-Museum Bad Arolsen.
 




Das Gesamtkunstwerk signatur 22 wird somit zu einer Plattform für Begegnung, Austausch, Gestaltung und Verwandlung: Analog zu den künstlerischen Veränderungen im privaten und öffentlichen Raum entsteht die Grundlage für eine veränderte Wahrnehmung. 



Wie können soziale Räume aussehen, in denen die gelebte Einzigartigkeit von Menschen mit Behinderung zu einer Inspiration für Selbst- und Freiheitserfahrungen für alle Menschen werden kann?